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Suburbanisierung - Warum das Umland der Städte attraktiver wird

In den letzten Jahren lässt sich eine spürbare Rückkehr zum Immobilienerwerb im Umland großer Städte beobachten – insbesondere im Hinblick auf die Eigennutzung. Während die Kaufpreise für urbanen Wohnraum nach wie vor hoch sind, verlagert sich das Interesse vieler Kaufinteressenten zunehmend in die angrenzenden Regionen. Diese Entwicklung hat jedoch mehrere Ursachen, die sowohl wirtschaftlicher als auch gesellschaftlicher Natur sind.

1. Preisentwicklung in den Metropolen

Ein wesentlicher Treiber dieser Bewegung ist die anhaltend hohe Preisentwicklung in den Großstädten. In Städten wie München, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart und Berlin haben sich die Immobilienpreise in den letzten zehn Jahren massiv erhöht, was besonders Familien mit mittlerem Einkommen vor erhebliche Herausforderungen stellt. Die Preiskorrektur nach dem extremen Anstieg seit der Corona-Krise hielt nur kurz; seit Anfang 2024 steigen die Kaufpreise wieder. Das Umland bietet hier eine vergleichsweise erschwinglichere Alternative – sowohl beim Kaufpreis als auch bei den laufenden Kosten, wie etwa der Grundsteuer.

2. Veränderte Arbeitswelten durch Homeoffice

Die zunehmende Etablierung von Homeoffice-Regelungen hat den Zwang zur täglichen Pendelpräsenz reduziert. Viele Berufstätige nutzen die neue Flexibilität, um ihren Wohnort ins Umland zu verlegen – dort, wo mehr Wohnfläche, ein Garten oder eine naturnahe Umgebung verfügbar sind. Die Entfernung zur Stadt verliert an Relevanz, solange eine gute digitale Infrastruktur besteht.

3. Lebensqualität und Wohnumfeld

Das Bedürfnis nach Ruhe, Natur und einem familienfreundlichen Umfeld ist ein weiterer entscheidender Faktor. Viele Umlandgemeinden bieten genau diese Lebensqualität: geringere Verkehrsdichte, mehr Grünflächen, geringere Lärm- und Luftbelastung sowie ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl. Für junge Familien mit Kindern sind zudem Kindergärten, Schulen und Freizeitangebote im Grünen oft ausschlaggebend.

4. Infrastruktur und Mobilität

Auch infrastrukturell haben sich viele Umlandregionen weiterentwickelt. Verbesserte Anbindungen an den öffentlichen Nahverkehr, gut ausgebaute Straßen und vermehrt digitale Services machen das Leben außerhalb der Stadt komfortabler als noch vor einigen Jahren. Gemeinden im erweiterten S-Bahn-Bereich Münchens, wie z. B. Ebersberg, Erding oder Landsberg am Lech, profitieren besonders davon. Gleiches gilt für das Umland anderer Großstädte. - Dies soll nicht in Abrede stellen, dass es abgelegenere ländliche Regionen gibt, für die das Gegenteil gilt und die von Abwanderung betroffen sind.

5. Strategische Entscheidungen für Lebensphasen

Nicht zuletzt entscheiden sich viele Käufer bewusst für das Umland, weil sie langfristig denken. Für Familiengründung, Altersvorsorge oder ein ruhigeres Leben im späteren Lebensabschnitt ist das Umland oftmals besser geeignet als die hektische Innenstadt. Die Immobilienwerte in gut angebundenen Umlandregionen entwickeln sich zudem stabil, was den Erwerb auch wirtschaftlich attraktiv macht.

Resümee

Die Entscheidung für eine Immobilie im Umland ist zunehmend eine strategische, die auf veränderte Lebensrealitäten und Prioritäten reagiert. Mit der Kombination aus besserer Wohnqualität, geringeren finanziellen Belastungen und größerer Flexibilität durch neue Arbeitsmodelle gewinnt das Umland wieder an Bedeutung – insbesondere für Eigennutzer, die langfristige Perspektiven verfolgen.

Bild: KI-generiert

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