Am 22. Mai 2025 war ich an der IHK für München und Oberbayern zum MENA Forum Bayern – einer hochkarätigen Veranstaltung mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft, die Unternehmen aus Bayern und anderen Regionen Deutschlands Impulse für den Auf- oder Ausbau ihrer Geschäftsbeziehungen in der Region Mittlerer Osten und Nord-Afrika bot. Der Tag stand ganz im Zeichen internationaler Partnerschaften, strategischer Markteinblicke und neuer Geschäftsoptionen.
Nach der Eröffnung seitens der IHK sprach Tobias Gotthardt, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sein Grußwort an die Teilnehmer.
Für Kenner der MENA-Region war es sicher keine Überraschung zu hören, dass internationale Befragungen in Wirtschaftskreisen ergaben, dass insbesondere die Unternehmen des Mittleren Ostens mit einer positiven Wirtschaftsentwicklung und einem Wachstum der Märkte rechnen, während andere Regionen eher von einem Schrumpfen ausgehen.
In seiner Keynote analysierte Dr. Guido Steinberg (Stiftung Wissenschaft und Politik) mit großer Klarheit die aktuellen geopolitischen Entwicklungen und v. a. die Herausforderungen im Nahen Osten. Er beleuchtete die Haupteinflussländer und -faktoren, die Auswirkungen auf wirtschaftliche Engagements in der Region haben können. Dabei ging er besonders auf den Konfliktherd Israel-Gaza, aber auch die Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran ein. Vermisst habe ich in diesem Vortrag Ausführungen zum Einfluss des sich stärkenden BRICS-Bündnisses; dies blieb gänzlich unerwähnt.
Im anschließenden Panel-Gespräch wies – im Gegensatz dazu - die Rechtsanwältin Rita Aouad auf die Sicherheit und Stabilität der GCC-Länder hin.
Besonders aufschlussreich war die Vorstellung einzelner Landesmärkte durch die jeweiligen Repräsentanten der deutschen Auslandshandelskammern (AHKs). Dabei wurden nicht nur wirtschaftliche Rahmenbedingungen, sondern auch konkrete Wachstumsbranchen – von Infrastruktur über Digitalisierung bis hin zu Gesundheits- und Energiewirtschaft – vorgestellt.
Parallel zur Konferenz konnten sich die Besucher am „Marktplatz MENA“ informieren. Hier standen Experten aus den Bereichen Recht, Finanzierung, Logistik, Zertifizierung, Standortentwicklung und Exportberatung für individuelle Fragen zur Verfügung – eine wertvolle Ergänzung zum Vortragsprogramm.
Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Das Mittagsbuffet und die begleitenden Kaffeepausen boten nicht nur Kulinarisches, sondern vor allem viel Raum für persönlichen Austausch, neue Kontakte und vertiefende Gespräche mit den Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Beratung. Ich danke v. a. Dr. Martin Henkelmann von der AHK VAE, der sechs Länder der Region verantwortet, für den inspirierenden Austausch.
Das MENA Forum Bayern 2025 war eine gelungene Plattform für Unternehmen, die in der Region Fuß fassen oder ihre bestehenden Aktivitäten strategisch ausbauen möchten. Danke an die IHK für München und Oberbayern für die hervorragende Organisation.
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